Melaminskandal hat Auswirkungen auf Fonterra
Der neuseeländische Milchverarbeiter Fonterra, kommt wegen seinen Investitionen bei chinesischer Grossmolkerei in Schwierigkeiten.
Der neuseeländische Milchverarbeiter schreibt seine Investitionen bei der chinesischen Großmolkerei Sanlu komplett ab. Wie Fonterra Ende vergangenen Jahres bestätigte, hat ein Gericht in Shijiazhuang auf Antrag eines Gläubigers einen Insolvenzbeschluss gegen das Unternehmen gefasst. «Uns war klar, dass Sanlu in einer sehr schwierigen Lage ist und es infolge der Melamin-Vergiftungskrise mit steigenden Schulden zu tun hatte», erklärte Fonterra-Geschäftsführer Andrew Ferrier, dessen Unternehmen mit 43 % an Sanlu beteiligt ist. Der Milchverarbeiter war der Ausgangspunkt für die Aufdeckung des Melamin-Skandals im vergangenen Herbst. Landesweit waren sechs Säuglinge an Vergiftungen durch die Milchprodukten beigemischte Industriechemikalie ums Leben gekommen, knapp 300 000 erkrankten. Neben Sanlu waren auch andere Branchengrößen in den Skandal verwickelt. Es würden nun die entsprechenden Schritte eingeleitet, um sicherzustellen, dass die Gläubiger entsprechend chinesischem Recht behandelt würden, betonte Ferrier. Der wirtschaftlichen Realitäten sei man sich bewusst gewesen; daher habe sich Fonterra dafür entschieden, den kompletten Wert der Sanlu-Investition abzuschreiben. AgE/hps
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