Milchmarkt: USA gewinnt – EU verliert
Die USA haben 2008 massiv Marktanteile auf dem Weltmarkt für Käse, Butter und Milchpulver gewonnen, während die Europäische Union an Boden verlor.
Milchmarkt
Das geht aus einer Dokumentation der niederländischen Branchenorganisation Milch hervor. Der Welthandel mit Käse ist im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf rund 1,3 Millionen Tonnen geschrumpft. Die Vereinigten Staaten (Bilder: Plainview Milk Cooperative, Minnesota) konnten ihre Ausfuhren trotzdem um rund ein Drittel steigern. Gleichzeitig verzeichnete die EU ein Minus ihrer Käseexporte um 43'000 Tonnen oder 7 Prozent. Ähnlich deutliche Verschiebungen gab es im globalen Geschäft mit Butter und Butteröl. Während das weltweit gehandelte Volumen um 10 Prozent auf 647'000 Tonnen schrumpfte, konnten die USA ihre Ausfuhren auf rund 90'000 Tonnen verdoppeln. Die Butter- und Butterölexporte der EU erlitten hingegen einen Einbruch um 29 Prozent. Insbesondere auf dem russischen Markt, aber auch auf den Wachstumsmärkten Marokko und Japan konnten sich die USA deutlich besser als Lieferant positionieren als die Europäische Union, zitiert der Agrarpressedienst AIZ aus der PZ-Dokumentation.
Der Handel mit Magermilchpulver nahm 2008 weltweit in der Menge um 4 Prozent auf rund eine Million Tonnen zu. Das Wachstum kam erneut vor allem den USA zugute, die ihren Export um 52 Prozent steigerten. Die Europäische Union musste ihre Lieferungen hingegen um 12 Prozent zurückfahren. Ursache dafür war das Inkrafttreten des zollfreien Handels mit Magermilchpulver zwischen den USA und Mexiko am 1. Januar 2008. Mexiko ist der weltweit grösste Importeur von Magermilchpulver. Durch den Zollabbau konnten die USA die EU vollständig vom mexikanischen Markt verdrängen. lid
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