Fonterra: Unsicherheit nimmt zu
Die Unsicherheiten am Weltmarkt für Milchprodukte nehmen zu. Zu diesem Schluss kommt die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra aufgrund der Ergebnisse des Juni-Termins an ihrer elektronischen Handelsbörse Global Dairy Trade.
Für alle Kontraktperioden sei eine geringe Nachfrage festzustellen, meldet Fonterra laut ernaehrungsdienst.de. Die Preise für Vollmilchpulver hätten um etwa 12 Prozent gegenüber dem Vormonat nachgegeben. Insbesondere die Nachfrage für längerfristige Kontrakte sei gesunken, erklärte der leitende Direktor der Börse, David Wickham. Der Milchmarkt werde schwach bleiben bis die Konsumentennachfrage wieder zunehme, ist Wickham überzeugt. Der Markt benötige eine deutliche Nachfragebelebung, bevor die Preise wieder auf ein angemessenes Niveau steigen könnten. Dies geschehe nicht in dem gewünschten Tempo, so Wickham. Wiederholt kritisiert Fonterra die von den USA angekündigte Exportstützungsmassnahmen für Milchprodukte sowie daraus sich ergebende Vergeltungsmassnahmen der EU. Dies seien falsche Signale und würden den Weltmarkt zusätzlich verunsichern. lid
Zur Übersicht