Verpackungswirtschaft hat schwächere Aussichten
Die schweizerische Verpackungswirtschaft hat nach einer Umsatzzunahme im 2008 jetzt schwächere Aussichten.
Die zumeist kleinen und mittelgrossen Unternehmen der Schweizer Verpackungsbranche erwirtschafteten im vergangenen Jahr eine Umsatzzunahme von 3,3 Prozent auf 6,5 Mrd. CHF, was rund 1,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes entspricht. Die Mehrheit der Packstoffe konnte den Absatz halten oder erhöhen. Erstmals sind die Zahlen von Wellkarton nicht mehr in der Branchenstatistik des Schweizerischen Verpackungsinstituts enthalten.
Schwergewicht Kunststoffindustrie
Die umsatzmässig gewichtigsten Packstoffe bleiben Kunststoff, Karton und Holz. Über die Hälfte des jährlichen Umsatzes wird durch die Kunststoffindustrie generiert.
Dies entspricht einem Volumen von 3,58 Mrd. CHF oder plus 6,1 Prozent. Mit 30 Betrieben verbucht der Bereich Karton ein leichtes Plus von 0,8 Prozent auf 635 Mio. CHF. Etwas rücklaufig war der Umsatz bei Holz, von 572 Mio. HF auf 550 Mio. CHF.zurückhaltende Investitionsklima bekam ebenfalls die Sparte Verpackungsmaschinen zu spüren. Sie musste eine Einbusse von 1,3 Prozent auf 1,03 Mrd. CHF hinnehmen. Jedoch konnten die beiden Metallpackstoffe Aluminium und Stahlblech das auf hohem Niveau befindliche Volumen verbessern und setzten zusammen 575 Mio. CHF um. Vorne dabei mit einem Plus von stolzen 10,9 Prozent ist der Packstoff Glas, der einen Umsatz von 112 Mio. CHF ausweist. Für das laufende Jahr rechnet die Branche mit einer rückläufigen Entwicklung. Die Abnehmermärkte liegen mit 70 Prozent im Konsumbereich wie Nahrungsmittel, Getränke, Körperpflege und weitere Verbrauchsgüter. 30 Prozent entfallen auf den Industriesektor. Weltweit erzielte die Verpackungsindustrie einen Umsatz in der Grössenordnung von deutlich über 500 Milliarden USD und liegt damit auf gleicher Ebene wie die Pharmaindustrie.
Zur Übersicht