Österreich: Molkereien heben Erzeugermilchpreis an
Der Österreichische Durchschnittspreis für Molkereimilch ist im September weiter gestiegen. Der Milchpreis dürfte auch weiterhin steigen.
Österreichische Milchwirtschaft
Der positive Trend bei den Milcherzeugerpreisen dürfte im November anhalten. Das größte heimische Molkereiunternehmen, die Berglandmilch, wird den Rohmilchpreis nach einer Anhebung im Oktober ab Anfang November 2009 um weitere brutto 1,9 Cent/kg auf nunmehr 32,42 Cent/kg (in Oberösterreich, ab Hof, brutto, bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) erhöhen. Die Gmundner Molkerei hebt den Erzeugermilchpreis ab November um 3 Cent auf brutto 33 Cent (in Oberösterreich) an, meldet aiz.info. Die NÖM wird ihren Auszahlungspreis im November unverändert lassen. Deren Milchbauernvertretung MGN verweist aber auf die Vereinbarung, dass in diesem Jahr der NÖM-Preis mindestens dem österreichischen Durchschnitt entsprechen soll, somit könnte es für November entsprechende Nachzahlungen geben. Die Tirol Milch wird kommende Woche eine Preisentscheidung treffen.
«Aufgrund der positiven Entwicklungen auf den internationalen Exportmärkten haben wir diese Erhöhung beschlossen. Vor allem bei den Abschlüssen in Deutschland konnten in den letzten Tagen beim Handel deutliche Preissteigerungen umgesetzt werden. Jetzt gilt es, diesen Trend durch Preisgespräche mit dem österreichischen Handel für unsere Milchlieferanten auch am Heimmarkt abzusichern», stellt Michael Waidacher, Geschäftsführer der Gmundner Molkerei, zum jüngsten Beschluss fest. «Nach der bereits im Oktober erfolgten Milchpreiserhöhung um 2 Cent ist diese weitere Anhebung ein wichtiges Signal für unsere Milchbauern», ergänzt Obmann Josef Antensteiner.
Der österreichische Erzeugermilchpreis ist im September 2009 weiter gestiegen. Im Schnitt lag er laut Berechnungen der Agrarmarkt Austria netto bei 26,5 Cent und brutto bei 29,7 Cent je kg (ab Hof, bezogen auf 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß). Im August kam es bekanntlich - nach einem dramatischen Preisrückgang seit Jahresbeginn - endlich zu einer Trendwende, in diesem Monat erhielten die Milchbauern im Bundesschnitt 26,2 Cent netto beziehungsweise 29,3 Cent brutto. Im September und Oktober setzte sich diese positive Entwicklung großteils fort. Die Situation am internationalen Milchmarkt dürfte sich weiter entspannen, von einem kostendeckenden Niveau sind die Erzeugerpreise aber noch deutlich entfernt.
Milchanlieferung im September unter dem Vorjahresniveau
Die Milchanlieferung an die heimischen Molkereien lag im September 2009 um 1,6% unter dem Vorjahresniveau, im ersten Oktoberdrittel betrug das Minus 0,5%. In Summe liegt die Anlieferung jedoch seit Beginn des laufenden Quotenjahres im April 2009 bis zur ersten Oktober-Dekade mit 1,449.852 t um 0,3% über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. hps
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