In Österreich steigen die Milchpreise
Die österreichische Tirol Milch hat Ende Dezember beschlossen, den Milchpreis für Januar und Februar 2010 von 28 auf 30 Cent je Kilogramm anzuheben.
Österreich
Seit dem Jahresbeginn ist im Basispreis auch die Gentechnikfreiheit enthalten, meldet der Agrarpressedienst AIZ. Gleichzeitig wurde ein neues Preismodell eingeführt, welches mithelfen soll, die saisonal sehr starken Schwankungen in der Milchanlieferung zu verringern. Das Unternehmen will mit höheren Preisen einen Anreiz dafür schaffen, dass in den saisonal schwachen Monaten im Herbst mehr Milch abgeliefert wird. Wegen der massiven und schnellen Preisänderungen am Markt sei die Umsetzung dieser Preisgestaltung in den vergangenen zwei Jahren nicht gelungen, heisst es.
2008 war der Produzentenpreis im Frühjahr sogar deutlich höher als im Herbst und auch 2009 lag der durchschnittliche Erlös des ersten Halbjahres über jenem der zweiten Jahreshälfte. Das neue Abrechnungssystem soll gewährleisten, dass der endgültige Produzentenpreis im Herbst tatsächlich höher ist als im Frühjahr und dass damit die Anlieferungskurve wieder flacher ausfällt. Am Ende des Jahres wird künftig ein Jahresdurchschnittspreis errechnet. Für die Monate Februar bis Mai liegt der Milchpreis 8 Prozent unter und in den Monaten August 8 Prozent über dem Jahresdurchschnittspreis. In den übrigen Monaten gibt es keine Korrektur. Die entsprechenden Korrekturen werden den Produzenten in der Dezember-Abrechnung gutgeschrieben oder belastet.
Neben Tirol Milch erhöht auch die Berglandmilch, Österreichs grösstes Molkereiunternehmen, ab Januar 2010 den Produzentenpreis um 2,13 Cent. Der neue Auszahlungspreis beträgt in Oberösterreich 34,55 Cent. lid
Zur Übersicht