Weltweiter Milchmarkt hat sich erholt
Der globale Milchmarkt hat sich rasch von den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise erholt. Derzeit befinden sich die globalen Preise für Milchprodukte auf dem höchsten Stand seit dem Frühjahr 2008.
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Der von der FAO monatlich an den internationalen Handelsplätzen für die wichtigsten Milchprodukte ermittelte Preisindex hat sich von seinem letzten Tiefpunkt im Februar 2009 bis Juni 2011 verdoppelt. Vor allem in den grossen Schwellenländern wächst der Konsum und treibt den Welthandel an, wie agrarheute schreibt. Davon profitieren europäische Exporteure und Milchproduzenten ebenso wie Neuseeländer und Australier.
Der Einfluss der internationalen Märkte auf den europäischen und deutschen Milchmarkt hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Das hat zum einen mit der Öffnung und Liberalisierung des europäischen Milchmarktes zu tun, zum anderen aber mit der wirtschaftlichen Dynamik in den grossen Schwellenländern und den davon auf den Konsum von Milchprodukten ausgehenden Impulsen.
Vom weltweit hergestellten Magermilchpulver wird rund ein Drittel am Weltmarkt gehandelt, bei Vollmilchpulver sind es sogar mehr als 40 Prozent, bei Käse und Butter knapp zehn Prozent. Die grossen Exporteure wie die EU und Neuseeland sind deshalb stark von der
internationalen Nachfrage und den am Weltmarkt erzielten Preise abhängig. Veränderungen bei den Weltmarktpreisen schlagen sich relativ stark auch auf die jeweiligen nationalen Märkte und auf die dort von den Verarbeitern gezahlten Rohmilchpreise nieder.
Die EU-Kommission ermittelte für die 27 EU-Länder im März 2011 einen Rohmilchpreis (natürliche Inhaltstoffe) von 33,3 Ct/kg und für Deutschland von 34,06 Ct. Damit halten sich Milchpreise in der EU etwa seit dem zweiten Halbjahr 2010 auf hohem Niveau stabil und liegen rund 5 Ct über dem Niveau vom März 2010 und fast 10 Ct höher als während der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009.
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