Kinderlebensmittel: Kritik an Foodwatch-Studie
Der deutsche Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) kritisiert den Report der Konsumentenorganisation Foodwatch zu Kinderlebensmitteln. Der Report sei aus Sicht der Lebensmittelwirtschaft einseitig und die daraus abgeleiteten Forderungen überzogen.
So sei die Auswahl der “Kinderlebensmittel” willkürlich und ohne klare Definition, heisst es in einer Medienmitteilung. Sie folge offenbar nur dem Ziel, möglichst viele Produkte negative Kategorie einsortieren zu können. Zahlreiche Produkte wie etwa Frühstücksflocken würden zu mehr als 80% von Erwachsenen gegessen.
Ferner sei wissenschaftlich erwiesen, dass Übergewicht bei Kindern zahlreiche Ursachen habe, heisst es weiter. Die wichtigsten seien Bewegungsmangel und der gesamte Lebensstil. Es sei deshalb falsch, kindliches Übergewicht allein auf die Ernährung zurück zu führen und hierfür wiederum ausschliesslich die Lebensmittelwirtschaft verantwortlich zu machen. Foodwatch schüre eine irrationale Zucker- und Fett-Hysterie und attackiere damit die Wahlfreiheit der Konsumenten und die Lebensmittelvielfalt.
Ferner verkenne Foodwatch, dass es keine “gesunden” oder “ungesunden” Lebensmittel gibt, sondern nur eine unausgewogene oder ausgewogene Ernährung. Die von Foodwatch erhobenen Forderungen, ausschliesslich “ausgewogene” Lebensmittel herzustellen und zu bewerben, seien deshalb absurd.
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