SALS: Negative Bilanz der bilateralen Abkommen
Die Bilanz der bilateralen Abkommen I und II für den Agrarbereich ist negativ. Diesen Schluss zieht die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor SALS aus den Resultaten einer Studie, die sie an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Auftrag gegeben hat.
Die Käseexporte hätten seit Inkrafttreten des Freihandels um 5'845 Tonnen zugenommen, die Importe seien aber um 11'730 Tonnen gewachsen, schreibt die SALS in ihrer Medienmitteilung. Pro Tonne seien 2007 noch 9'786 Franken verdient worden, im 2011 nur noch 7'760 Tonnen. Die Produzenten hätten beim Käse Marktanteile verloren, ebenso bei Jogurts.
Im Fleischbereich sehe es auch nicht viel besser aus, heisst es weiter. Der Importüberschuss von 44'086 Tonnen bleibe anhaltend hoch.
Erstaunlicherweise nimmt SALS keinerlei Bezug auf das ungünstige Währungsverhältnis der letzten zwei Jahre. Dabei ist klar, dass der starke Franken ein wesentlicher Faktor für Verschiebungen im Aussenhandel darstellt.
Ebenso erstaunlich ist die Wertung, beim Fleischbereich sehe es "auch nicht viel besser aus". Laut der Zusammenfassung der Studie sind die Exporte seit 2005 stärker gewachsen als die Importe, die negative Handelsbilanz konnte immrehin um 10'547 Tonnen reduziert werden.
SALS-Homepage
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