Deutsche Ernährungsindustrie kritisiert Extensivierungs-Idee
Die Deutsche Ernährungsindustrie mahnt die EU-Kommission alles zu unternehmen, damit die Preise für Agrarrohstoffe nicht noch weiter steigen.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie kritisiert den Vorschlag der EU-Kommission sieben Prozent der landwirtschaftlichen Produktionsfläche stillzulegen. In der jetzigen Situation müssten alle Massnahmen geprüft werden, die eine weitere Verknappung der Rohstoffe verhinderten. Insbesondere nach den schwachen Ernten in wichtigen Ländern und der Dürreperiode in den USA, mit dem daraus resultierenden starken Anstieg bei den Agrarpreisen, zitiert Agra Europe die Vereinigung.
Die EU-Kommission machte den sogenannten Greening-Vorschlag im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013. Laut der Deutschen Ernährungsindustrie gehen dieses Forderungen „völlig an den Markterfordernissen vorbei“. Die Agrar- und Energiepolitik dürfe nicht zu einer weiteren Verteuerung der Agrarrohstoffe führen, sondern müsse dafür sorgen, dass die Versorgung mit Rohstoffen für die Lebensmittelindustrie zu bezahlbaren Preisen sichergestellt sei. Aufgrund bestehender Lieferverträge könne die Branche höhere Rohstoffpreise kurzfristig nur schwer an ihre Kunden weitergeben. Für die Vereinigung ist aber klar, dass die Preise mittelfristig auch für die deutschen Konsumenten steigen, insbesondere wenn sich die Rohstoffpreissituation weiter verschärfe.
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