Deutscher WWF will Gentechnik-Kennzeichnung bei Tierprodukten
Der WWF fordert eine Kennzeichnungpflicht für verfütterte Gentech-Soja bei tierischen Lebensmitteln. 80 Prozent des Import-Soja für Tierfutter stammen laut WWF von Gentech-Pflanzen.
"Gentechnik landet mit Fleisch, Eiern oder Käse auf unseren Tellern, ohne dass wir es wissen", erklärte WWF-Referentin Birgit Wilhelm am 21. August. Nach Schätzungen der Organisation sollen 80 Prozent der Sojaschrot-Importe für die Futterproduktion im deutschen Markt aus gentechnisch veränderten Bohnen stammen, die vor allem aus den USA, Brasilien und Argentinien kommen. Um Klarheit für Verbraucher zu schaffen, fordert der WWF eine Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln.
Auch die FDP im Bundestag sprach sich für eine Kennzeichnung von Gentechnik im Herstellungsprozess von Lebensmitteln aus. Der Deutsche Verband Tiernahrung bestätigte auf Anfrage, dass etwa 20 Prozent der Sojaschrot-Importe nicht gentechnisch verändert seien.
Der häufig geäusserte Vorwand, es gebe zu wenig gentechnikfreies Soja auf dem Weltmarkt für den Bedarf in Deutschland, sei falsch, so der WWF. Käufer müssten zudem mehr gentechnikfreie Ware bestellen, dann würden grössere Mengen gentechnikfreies Soja angebaut. agrarheute
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