Unilever setzt auf kleine Packungen
Unilever setzt in den europäischen Ländern angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung vermehrt auf günstige Produkte und kleine Packungsgrössen.
Dabei kommen Verkaufsstrategien aus dem Asien-Geschäft zum Zug. "In Indonesien verkaufen wir Einzelpackungen Shampoo für zwei bis drei Cent und verdienen trotzdem ordentliches Geld", sagte Unilever-Europa-Chef Jan Zijderveld gemäss LZ gegenüber der Financial Times Deutschland.
Inzwischen verkauft Unilever in Spanien sein Waschmittel Surf in Packungen, die für nur fünf Waschgänge reichen. In Griechenland bietet der Konzern Kartoffelpüree und Mayonnaise in Kleinpackungen an, während Basisprodukte wie Tee oder Olivenöl unter einer griechischen Preiseinstiegsmarke verkauft werden. Auch in Grossbritannien hat der Konzern die Strategie übernommen.
"Wir wissen, wie das geht, aber in Europa haben wir es in den Jahren vor der Krise verlernt", sagte der Manager. Unilever ist für Marken wie etwa Knorr oder Langnese bekannt. Bislang hatten Konsumgüterunternehmen versucht, in den reiferen westlichen Märkten etwa durch teurere Ökoprodukte oder Premiummarken zu wachsen und sich von den günstigen Handelsmarken der Discounter abzuheben.
Westeuropa stand im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 12,3 Mrd. Euro für gut ein Viertel der Konzernerlöse. Mit etwa 17 Prozent Gewinnmarge ist sie zudem die profitabelste der drei Unilever-Regionen. Im vergangenen Jahr wuchs der Europa-Umsatz um 0,7 Prozent und auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres legten die Erlöse zu. LZ
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