Swissness und China am "Tag der Nahrungsmittel-Industrie"
Vertreter von rund 200 Unternehmen der Schweizer Nahrungsmittelindustrie trafen sich am 3. September in Bern zum "Tag der Schweizer Nahrungsmittel-Industrie". Unter dem Titel "Health Check Werkplatz Schweiz" wurden die Herausforderungen der Branche diskutiert.
Rolf Schweiger, der Präsident des Branchenverbandes Fial, kritisierte einmal mehr die Swissness-Vorlage, die das Exportgeschäft vieler Nahrungsmittelhersteller zu behindern drohe. Die vom Bundesrat vorangetriebene Agrarliberalisierung sei hingegen ein Schritt in die richtige Richtung, um günstige Rahmenbedingungen für den Ausbau der Exporte zu schaffen.
Bundesrat Johann Schneider-Ammann stellte fest, dass die Nahrungsmittel-Industrie als eine von drei Exportbranchen im ersten Halbjahr 2012 zulegen konnte. Er warb auch für das Freihandelsabkommen mit China: Bei einem erfolgreichen Abschluss wäre die Schweiz das erste Land, das mit dem drittgrössten Warenimporteur ein solches Abkommen abschliessen könnte.
Rudolf Minsch, Chefökonom von Economiesuisse, betonte ebenfalls die rasch steigende Wichtigkeit von China. Für Schweizer Exportfirmen sei der chinesische Markt eine Chance, die man nicht vergeben dürfe. Thomas Held, Strategieberater und früherer Chef von Avenir Suisse, plädierte für ein breit angelegtes Programm zum Abbau von Handelsschranken entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Punktuelle Liberalisierungen, wie man sie bisher gemacht habe, hätten wenig gebracht.
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