News vom 24.09.2012 17:00

Biotreibstoffe enttäuschen mit schlechter Ökobilanz

Die wenigsten Biotreibstoffe sind so „grün“, wie sie von sich behaupten. Denn vielfach werden die Umweltbelastungen durch biologische Treibstoffe nicht reduziert, sondern in andere Bereiche verlagert.

mehr...In den vergangenen Jahren ist die Forderung nach umweltfreundlichen Alternativen zu herkömmlichen Treibstoffen zunehmend lauter geworden, was zu einer gesteigerten Produktion von Agrotreibstoffen geführt hat. Im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) haben die Forschungsinstitution Empa, die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) und das Paul Scherrer Institut (PSI) nun erforscht, wie „grün“ Biotreibstoffe tatsächlich sind. Das Ergebnis: Die meisten Biotreibstoffe weisen eine schlechte Ökobilanz auf und sind kaum umweltschonender als normales Benzin. Untersucht wurde im Rahmen der Analyse die gesamte Produktionskette verschiedener Energiepflanzen vom Anbau bis hin zu deren Verarbeitung. Dabei konnte aufgezeigt werden, dass etliche Biotreibstoffe zwar helfen, den Ausstoss an Treibgasen zu verringern, dafür aber zu anderen Umweltschäden wie übersäuerte Böden oder überdüngte Gewässer führen. „Die meisten Biotreibstoffe verlagern also lediglich die Umweltbelastungen“, lässt sich der Leiter der Studie, Rainer Zah, in einer Mitteilung von Empa zitieren. Hinzu kommt, dass für die Produktion von Energiepflanzen häufig Waldflächen gerodet werden müssen. Dies führt dazu, dass Biotreibstoffe aus Rodungsflächen in der Regel zu mehr Treibhausgasen führen als herkömmliche Treibstoffe. Dies gilt auch, wenn bestehende Flächen für den Anbau von Energiepflanzen umgenutzt werden müssen. Die beste Ökobilanz besassen deshalb Agrotreibstoffe aus Rest-oder Abfallstoffen, welche die Umwelt um bis zu 50 Prozent weniger belasteten als Benzin. Die Ergebnisse würden aber stark von der jeweiligen Herstellungsart und –technologie abhängen, schreibt die Empa.

In den vergangenen Jahren ist die Forderung nach umweltfreundlichen Alternativen zu herkömmlichen Treibstoffen zunehmend lauter geworden, was zu einer gesteigerten Produktion von Agrotreibstoffen geführt hat. Im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) haben die Forschungsinstitution Empa, die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) und das Paul Scherrer Institut (PSI) nun erforscht, wie „grün“ Biotreibstoffe tatsächlich sind. Das Ergebnis: Die meisten Biotreibstoffe weisen eine schlechte Ökobilanz auf und sind kaum umweltschonender als normales Benzin.

Untersucht wurde im Rahmen der Analyse die gesamte Produktionskette verschiedener Energiepflanzen vom Anbau bis hin zu deren Verarbeitung. Dabei konnte aufgezeigt werden, dass etliche Biotreibstoffe zwar helfen, den Ausstoss an Treibgasen zu verringern, dafür aber zu anderen Umweltschäden wie übersäuerte Böden oder überdüngte Gewässer führen. „Die meisten Biotreibstoffe verlagern also lediglich die Umweltbelastungen“, lässt sich der Leiter der Studie, Rainer Zah, in einer Mitteilung von Empa zitieren. Hinzu kommt, dass für die Produktion von Energiepflanzen häufig Waldflächen gerodet werden müssen. Dies führt dazu, dass Biotreibstoffe aus Rodungsflächen in der Regel zu mehr Treibhausgasen führen als herkömmliche Treibstoffe. Dies gilt auch, wenn bestehende Flächen für den Anbau von Energiepflanzen umgenutzt werden müssen. Die beste Ökobilanz besassen deshalb Agrotreibstoffe aus Rest-oder Abfallstoffen, welche die Umwelt um bis zu 50 Prozent weniger belasteten als Benzin. Die Ergebnisse würden aber stark von der jeweiligen Herstellungsart und –technologie abhängen, schreibt die Empa.



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