News vom 26.09.2012 10:20
Freihandel mit China: Verhandlungen laufen schleppend
Bis Ende Jahr wollen China und die Schweiz die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen abgeschlossen haben. Die Gespräche harzen aber. China will bei Agrargütern auf breiter Linie einen Zollabbau.
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Anfang September haben sich in Davos die Delegationen aus China und der Schweiz zur sechsten Verhandlungsrunde getroffen. Dort hat sich laut NZZ gezeigt, dass in wichtigen Punkten die Positionen der Schweiz und Chinas noch weit auseinander liegen. Um die Arbeiten voranzutreiben, wurden Zwischentreffen auf Expertenebene vereinbart.
Der Zollabbau bei Industrie- und Landwirtschaftsprodukten seien die Knacknüsse. Beim Abbau von Industriezöllen, dem eigentlichen Kern des Abkommens, liegt das chinesische Angebot noch weit unter den Erwartungen der Schweiz. Zudem knüpft China seine Konzessionen an ihre weitreichenden Forderungen in der Landwirtschaft. Besserer Marktzugang für Schweizer Industrieprodukte ist also nur gegen Zollabbau auf breiter Linie bei Agrargütern zu haben.
Die Forderungen der Chinesen sind derart umfassend, dass sie mit der Schweizer Agrarpolitik nicht vereinbar sind. Den Chinesen gehe es laut Expertenmeinung in der NZZ darum, der Schweiz im Agrarsektor möglichst viele Zugeständnisse abzuringen, die dann in den Gesprächen mit der EU geltend gemacht werden könnten. Denn nicht die Schweiz, sondern die EU ist für Chinas Agrarexporte interessant. Verhandlungen zwischen der EU und China sind derzeit allerdings keine im Gange.
Im Dezember ist die letzte Verhandlungsrunde zwischen der Schweiz und China geplant. hps
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