Tesco: Self-Scanning für Kostenkontrolle
Der britische Detailhändler Tesco will den Kunden in allen grossen Filialen mobiles Self-Scanning anbieten. Manager begründen dies vor allem damit, dass die Handscanner ärmeren Kunden beim Gang durch den Supermarkt jederzeit die aufgelaufene Einkaufssumme zeigen.
Im dritten Anlauf hat der britische Lebensmitteleinzelhändler Tesco jetzt den Rollout von mobilem Self-Scanning gestartet. Bereits seit längerem bietet der grösste britische Händler den Kunden in vielen Outlets einen stationären SB-Checkout an festen Terminals zum Scannen und Bezahlen an. Beim mobilen Self-Scanning dagegen erfasst der Konsument die einzelnen Waren bereits mit einem Handscanner, während er mit dem Einkaufswagen durch den Supermarkt geht. Dementsprechend nennt Tesco das System "Scan as you shop".
Tesco-Manager schildern die Einführung der neuen Technik vor allem als Reaktion auf neue Verbraucherbedürfnisse angesichts der tiefen Wirtschaftskrise in Grossbritannien mit hoher Arbeitslosigkeit und vielen Niedriglohn-Jobs: Immer mehr Haushalte seien darauf angewiesen, ihre Ausgaben genau zu kontrollieren. Für ärmere Menschen sei es sehr peinlich, einzelne Artikel an der Kasse zurücklassen zu müssen, weil der Inhalt des Portemonnaies nicht zum Bezahlen ausreiche. Der Handscanner zeigt bereits während des Gangs durch den Markt die Zwischensumme der bis dato eingesammelten Artikel. LZ
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