News vom 24.10.2012 08:30
Deutschland: Höhere Preise für Trinkmilch
Die deutschen Molkereien konnten im Handel Preiserhöhungen durchsetzen. Ab November wird die 1-Liter-Packung 10 Cents teurer.
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Den deutschen Molkereien sei es offenbar gelungen beim Lebensmitteleinzelhandel (LEH) höhere Preise für Konsummilch durchzusetzen, meldet lz-online.ch
In den laufenden Preisverhandlungen mit dem Lebensmittelhandel dienen den deutschen Molkereien einerseits der gute Export und andererseits die geringere Milchanlieferung. Höhere Preise seien laut dem Vorsitzenden des Milchindustrieverbandes, Karl-Heinz Engel, nötig um die höheren Kosten für die Erzeugung zu decken.
Laut Engel haben bereits einige Molkereien dem LEH Liefermengen gekürzt. Aus Sorge um die Warenverfügbarkeit könnten deshalb die Handelszentralen jetzt bereit sein, mehr zu bezahlen. Noch im Mai waren Preise im LEH deutlich gesunken. Ein starker Produktionszuwachs in der ersten Jahreshälfte 2012 traf im Zuge der Eurokrise auf ein schwieriges Marktumfeld mit einer zurückgehenden Nachfrage.
Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel konnte die Situation nutzen und die Preise für Konsumprodukte deutlich senken. Seit September steigen die Milchpreise wieder an. Zuletzt war das 250-Gramm-Päckchen Butter 10 Cent teurer geworden. Den guten Branchenumsatz vom Vorjahr (24,2 Mrd. Euro, inkl. Eis) wird die deutsche Milchindustrie in diesem Jahr trotz der jetzt erreichten Preiserhöhung voraussichtlich um 0,5 bis 1 Mrd. Euro verfehlen. lz/hps
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