News vom 30.10.2012

Bund zieht beim Käsefreihandel eine positive Bilanz

Die offenen Grenzen für Käse zwischen der Schweiz und der EU haben zwar für mehr Importdruck und rascheren Strukturwandel gesorgt. Sie haben aber auch zu einer höheren Käseproduktion und mehr Exporten, zu einer grösseren Produktevielfalt und zu günstigeren Preisen geführt.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forschungsinstituts BAKBASEL im Auftrag des Bundesamtes für Landwirtschaft. "Eine anhaltende Abschottung hätte zu keiner besseren wirtschaftlichen Situation geführt als mit Freihandel", schreibt das BLW dazu.

Gemäss der Studie ist es durch den Käsefreihandel auf dem heimischen Markt zu keiner Verdrängung der Hersteller gekommen. Die steigenden Importe konnten die Schweizer Produzenten mit Verkäufen in die EU sogar mehr als kompensieren. Tendenziell verkauft die Schweiz eher teureren Käse. Günstigere Produkte und Industriekäse werden importiert.

Im vergangenen Jahr hat die Schweiz rund 11 000 Tonnen mehr Käse in den EU-Raum exportiert als importiert. Wie die Studie zeigt, konnte seit der Einführung der ersten Liberalisierungsschritte im Jahr 2003 der stetige Rückgang der Handelsbilanz in den 1990er Jahren aufgehalten werden.

Im Jahr 1990 hatte die Schweiz noch 35 500 Tonnen mehr Käse ausgeführt als eingeführt. Allerdings wurden die Exporte damals vom Bund subventioniert. Heute gibt es keine Exportsubventionen mehr.

Vom Trend nicht profitieren konnte der Emmentaler: Von 2003 bis 2011 brach die Exportmenge um 32 Prozent ein. Alle anderen Käsesorten zusammen legten im gleichen Zeitraum beim Export um fast 100 Prozent zu. Insbesondere Frisch- und Halbhartkäsesorten füllten die Lücke, die der Emmentaler hinterliess.

Insgesamt haben die Schweizer Hersteller zwischen 2003 und 2011 mehr Käse produzieren können - rund 1,4 Prozent mehr pro Jahr. Ebenfalls gestiegen ist der Käsekonsum in Inland. Als Hauptgrund nennt die Studie das breitere Angebot beim Käse. Dieses ist einerseits durch neue ausländische Käsesorten grösser geworden. SDA/wy



Zrück  Zur Übersicht

Abos

Bestellen Sie jetzt, und Sie bekommen alimenta alle zwei Wochen frei Haus geliefert.

Bestellen

Werbung

Energieeffiziente Pumpen von Alfa Laval

Bei Alfa Laval finden Sie die Pumpengrösse, die in jeder spezifischen Anwendung die effizienteste Leistung bringt.

www.alfalaval.ch

alimenta Dossier

Online Archiv

Alimenta-Archiv Online Archiv

Abonnenten finden alle Artikel der letzten Ausgaben im Online Archiv.

Die aktuelle Ausgabe

11.6.2013 | 12

Fleischimporte
Dicke Luft zwischen Bund und Metzgern

Tag der Marke
Markenartikel wehren sich gegen die «Planwirtschaft»

Gläserne Molkerei
Norddeutscher Bioverarbeiter mit Emmi-Beteiligung