Online-Preisbarometer lanciert
Schweizer Konsumentenschutzorganisationen haben am 30. Oktober das Online-Preisvergleichsportal preisbarometer.ch lanciert.
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Dabei wurden auch erste Ergebnisse präsentiert. So sind die Preisunterschiede bei Zeitschriften am grössten. Bei Nahrungsmitteln sind die Unterschied vor allem gegenüber Deutschland gross. Innerhalb der Schweiz ist Denner am günstigsten, Coop und Migros sind je rund 5 % teurer.
Die Erstellung des preisbarometers.ch erfolgte im Auftrag des Bundes und kostete rund 500'000 Franken. Die Internetseite soll noch bis mindestens im Jahr 2014 bestehen und so einen Trend angeben können. Die Preise werden alle sechs Monate neu erhoben. Aktionen werden nicht berücksichtigt. In die Warenkörbe, die miteinander verglichen werden, gelangen nur Markenprodukte und Eigenmarken, welche über die Landesgrenzen verkauft werden.
Der preisbarometer.ch wird von den vier Konsumentenschutzorganisationen der Schweiz getragen (Stiftung für Konsumentenschutz, Konsumentenforum, Fédération romande des consommateurs, Associazione consumatrici e consumatori delle Svizzera italiana). Das Eidg. Büro für Konsumentenfragen unterstützt die Organisationen. «Wir wollen den Druck aufrechterhalten», sagte Jean-Marc Vögele vom Büro für Konsumentenfragen vor den Medien in Bern. Währungsvorteile würden noch immer nur zum Teil und zeitverzögert weitergegeben.
Der Schweizerische Gewerbeverband kritisiert das Preisbarometer als "tendenziöse Plattform, die falsche Informationen vermittelt." Manche Kosten, wie etwa die Wegkosten der Konsumenten, würden nicht erfasst. Auch Aktionen, Sortiment, Service und Garantieleistungen würden nicht berücksichtigt. Der Gewerbeverband fordert deshalb eine «vollständige Überarbeitung» der Internetseite. So sollte beispielsweise den Händlern die Möglichkeit gegeben werden, interaktiv zu erklären, wieso ihre Preise höher sind. Ausserdem solle der Barometer die Vollkosten als Basis nehmen und Angaben zur Kaufkraft machen.
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