Weniger Gewinn für Hochdorf
Die Hochdorf-Gruppe erwirtschaftete einen Rekordumsatz von 392,5 Millionen Franken, musste aber einen kleineren Gewinn von 1,6 Millionen hinnehmen.
Die Hochdorf Gruppe musste im zweiten Halbjahr 2008 alles wieder hergeben, was sie im ersten Halbjahr erwirtschaftet hatte. CEO Damian Henzi führte vorallem 8 Millionen Sonderkosten auf den gegenüber dem Vorjahr mit minus 61% liegenden kleineren Gewinn von 1,6 Millionen Franken zurück. Währungsturbulenzen, der Einbruch im Milchpulverpreis und eine grosse Warenlagerabwertung führten zum kleiner als erwarteten Gewinn. Der Finanzchef, Marcel Gavillet, führt ein Beispiel eines Kunden in der Türkei an der plötzlich die Ware nicht mehr bezahlen konnte. Hochdorf verlor 1,4 Mio. Doch der Hochdorf-Umsatz steigerte sich dennoch um 19,7% auf 392,5 Millionen Franken, die verarbeitete Milchmenge um 21,8% auf 359,4 Mio kg.
Henzi bezeichnete den Zeitpunkt der Erhöhung des Aktienkapitals von 6 auf 9 Mio. als in letzter Sekunde, noch vor der Finanzkrise. Dies führt auch zum guten Eigenfinanzierungsgrad von 54,6%, obwohl grosse Investitionen durchgeführt wurden. Bis im 2012 sollen für 124 Millionen in das Unternehmen fliessen. Dieses Jahr wird beispielsweise in eine neue Schlauchbeutelverpackungsmaschine, in Qualitätssicherungsmassnahmen oder in die neue Sauerteigherstellung der Nutribake investiert. Dieses Jahr wird am Standort Sulgen ein neuer Sprühturm, wo später 700 000 Liter Milch pro Tag verarbeitet werden sollen, oder eine neue Dosenabfüllinie installiert. «Wir investieren antizyklisch», sagt der Firmenchef dazu.
Der Standort in Steinhausen soll bis 2011 ganz nach Hochdorf verlegt werden. Eine wichtige Innovation konnte das Unternehmen mit dem Know-how und dem Aufbau für die Applikation von Milchpulver in Schokolade verwirklichen. In allen Divisionen will das Unternehmen bis 2015 den Umsatz markant steigern und gesamthaft sollen 750 Mio. Franken erreicht werden. hps
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