Britische Lebensmittelproduzenten sparen Wasser
In Grossbritannien spart die Ernährungswirtschaft Wasser und Geld. Eineinhalb Jahre nach der Lancierung einer freiwilligen Initiative zeigen sich die Erfolge.
Mars, United Biscuits, Walkers oder Dairy Crest und R&R Ice Cream sind nur einige einer Reihe von bekannten Nahrungsmittelproduzenten, die die freiwillige Initiative Federation House Commitment (FHC) unterschrieben haben. Sie wird vom Verband der Lebensmittelindustrie «Food and Drink Federation» (FDF) unterstützt. Mit der Initiative wird das Ziel angestrebt, den Wasserverbrauch in Grossbritannien bis ins Jahr 2020 gegenüber 2007 um 20 Prozent zu reduzieren.
Während den ersten zwölf Monaten hätten die 36 Lebensmittel- und Getränkefirmen, die sich an der Initiative beteiligen, fast 500 000 Kubikmeter Wasser gespart, berichtet der Online-Dienst «foodproductiondaily.com». Dies entspricht rund 200 Schwimmbecken von olympischer Dimension. Dies entspricht aber auch einem Betrag von rund 500 000 Pfund oder 875 000 Franken.
Mars UK hat dafür 105 Mio. Franken in eine verbesserte Wassereffizienz und ein modernes Kühlsystem im Werk in Slough investiert. Dadurch liess sich dort der Verbrauch innert Jahresfrist um 40 Prozent reduzieren. Mars zeigt sich sehr dankbar für die Unterstützung durch die FDF. Durch den Gedankenaustausch sei es möglich geworden, innovative Lösungen zu finden, um den Wasserverbrauch zu reduzieren.
Dairy Crest liess die Flaschenwaschanlage für knapp 100 000 Franken revidieren. Dadurch kann der Milchverarbeiter nun nahezu 350 000 Franken jährlich einsparen.
Andrew Kuyk ist bei der FDF zuständig für das Wasserspar-Programm. «Der Lebensmittel- und Getränkesektor verbraucht viel Wasser. Entsprechend nimmt er eine wichtige Rolle ein, wenn es darum geht, die Wasserversorgung des Landes zu schonen», bekräftigt er. Auch wenn es noch viel zu tun gebe, um die 20-Prozent-Marke zu erreichen, zeigt er sich erfreut von den positiven Ergebnissen des ersten Jahres. mig
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