Hochdorf mit knapp positivem Halbjahresergebnis
Der Nahrungsmittelverarbeiter erreichte im ersten Halbjahr mit 203 Mio. Franken Umsatz eine Rekordmarke, ist aber mit 202 Millionen Ertrag knapp in der Gewinnzone.
Hochdorf
Im ersten Semester 2009 konnten die per Ende 2008 sehr hohen Lagerbestände vollständig abgebaut werden. Dieser Lagerabbau zeichnet für den Rekordumsatz von CHF 202.3 Mio. (VJ CHF 199.6 Mio.; +1.3%) und den Rekordabsatz von 48'378 Tonnen (VJ 41'273 t; +17.2%) hauptverantwortlich. Gleichzeitig beeinflussten weitere ausserordentliche Lagerabwertungen das Betriebsergebnis, welches mit CHF 0.35 Mio. jedoch noch knapp positiv ist, melden die Hochdorfer.
Die Hochdorf-Gruppe verarbeitete im ersten Halbjahr 2009 insgesamt 188.3 Mio. kg Milch (-5.7%), wobei sich der Betriebsaufwand im Vorjahresvergleich um -7.7% reduzierte. Tiefere Verarbeitungsmengen und tiefere Energiepreise (Öl und Gas) haben wesentlich dazu beigetragen, wie auch die im letzten Jahr eingeleiteten Kosten-Effizienzprogramme. Noch keine Wirksamkeit auf den Betriebsaufwand zeigen die tieferen Personalkosten im Zusammenhang mit der Fusion Hochdorf Nutrition AG in die Hochdorf Nutrifood AG. Diese sollen ab dem zweiten Semester zu wirken beginnen.
Die EBITDA-Marge hat sich, aufgrund der tieferen Mengen und der noch hohen Betriebsaufwendungen gegenüber dem starken Vorjahr auf 3.5% reduziert (VJ 4.8%). Der EBIT erfuhr ebenfalls eine Reduktion und beträgt 0.7% (VJ 2.6%) des Produktionserlöses. Beim Cashflow, erarbeitete Mittel, verzeichnet die Gruppe zum Vorjahr ebenfalls eine Reduktion auf CHF 5.6 Mio. (VJ CHF 11.7 Mio.) oder 2.82% des Netto-Verkaufserlöses (VJ 5.97%).
Bei Babynahrung negative Volumeneffekte
Die aktuelle Wirtschaftskrise hat die Nahrungsmittelgruppe insofern getroffen, dass unsere Kunden teilweise ihre eigenen Lager stark abbauten und entsprechend im ersten Halbjahr weniger bestellten. «Insbesondere bei Babynahrung und in der Schokoladeindustrie verspürten wir entsprechende negative Volumeneffekte. Für beide Segmente sind wir für das zweite Halbjahr jedoch zuversichtlich», erklärt Damian Henzi, CEO der Hochdorf-Gruppe. Vor allem der Export von Babynahrung nach China hat nun im Vergleich zum Vorjahr stark an Volumen zugelegt.
Die Arbeiten in die neue Sprühturmlinie 8 am Standort Sulgen sind bisher nach Plan verlaufen. In der hochmodernen Anlage zur Herstellung von Babynahrung werden bereits ab Oktober die ersten Testproduktionen durchgeführt. Die Übergabe an die Produktion ist für spätestens März 2010 vorgesehen.
Gemäss Mitteilung ist Damian Henzi überzeugt, dass duch die gute Nachfrage nach qualitativ hochstehenden Produkten «Made in Switzerland» ein Geschäftsergebnis zu erreichen, welches über demjenigen des Vorjahres liegen dürfte. pd/hps
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