News vom 08.03.2010

Schon bald neue Nespresso-Fabrik in der Schweiz?

Schon bald soll eine Kopie der Nespresspo Kaffee-Kapsel auf den Markt kommen, die viel günstiger als das Original ist. Es soll auch eine neue Fabrik gebaut werden.

Der ehemalige Nespresso-Chef Jean-Paul Gaillard greift seinen früheren Arbeitgeber frontal an: Mit einer Kopie der Kaffee-Kapseln, die in jede Nespresso-Maschine passen soll. Sie soll viel günstiger sein. Gaillard will in der Schweiz auch ein Fabrik bauen meldete die Zeitung «Sonntag».

Gegenüber der Zeitung sagt er, was das Imitat kosten soll: «35 bis 37 Rappen pro Kapsel, je nach Geschmacksrichtung, anstatt 45 bis 50 Rappen wie bei Nespresso». Laut Gaillard ist Le Shop, der Online-Supermarkt der Migros, interessiert, seine angeblich umweltfreundlichen Kapseln ins Sortiment aufzunehmen. Auch Coop möchte er beliefern.

Die Original-Kapseln werden in der Westschweiz hergestellt, Gaillard hingegen produziert in Frankreich. Doch er hat Pläne für die Schweiz: «Wir werden unsere erste Fabrik in Frankreich behalten und die zweite in der Schweiz bauen. Wir sind in Diskussion für eine Fabrik in der Westschweiz.»

Nestlé kündigt an, allfällige Verstösse gegen das Patent genau zu prüfen. Auf die Frage, ob er kein schlechtes Gewissen habe, Knowhow von seinem Ex-Arbeitgeber Nespresso mitgenommen zu haben, sagt er: «Nein. Hätte ich mich als Nespresso-Chef Anfang der 90er-Jahre nicht stark für die Kapselidee gemacht, hätte Nestlé das Experiment nach über zehn Jahren Entwicklungsarbeit eingestampft. Die «New York Times» rechnete einmal nach, dass aus dem Aluminium der jedes Jahr weltweit getrunkenen Nespresso-Kapseln 50 Freiheitsstatuen gebaut werden könnten. Das ist ein Irrsinn. Unser Produkt ist eine echte technische Innovation, die umwelt-verantwortlich ist.» pd/hps



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