Valora: Eigenmarke «ok.» lohnt sich
Die Kioskbetreiberin Valora hat im letzten Jahr weniger verkauft, aber deutlich mehr verdient. Und sie freut sich auf die Fussball-WM.
Convenience-Shops
Valora erhöhte den Reingewinn im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 Prozent auf 54,9 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 81 Prozent auf 68,1 Millionen Franken. Der Umsatz sank um 1,2 Prozent auf 2,897 Mrd. Franken. Die Verkäufe hätten unter der schlechten Wirtschaftslage und einem Einbruch im Pressegeschäft gelitten, teilte Valora am Mittwoch mit.
Der Nettoerlös der Sparte Valora Media lag mit 712,9 Millionen Fr. um 53,1 Millionen Fr. unter dem Vorjahr. Besonders drastisch schlug die Rezession in der ersten Jahreshälfte in allen Ländern durch. Ein Ausbau der Dienstleistungen und die Sortimentsgestaltung sowie die verbesserte Konsumentenstimmung stoppten die Entwicklung im zweiten Semester. Die Scharte liess sich aber nicht mehr auswetzen.
31,4 Millionen Fr. Umsatzeinbusse waren allein auf das schlechte Geschäft mit EURO-08-Sammelbildchen zurückzuführen. Das Betriebsergebnis reduzierte sich um 14,3 Millionen Fr. auf 16,2 Millionen Franken.
Die Detailhandelssparte wuchs um 1,4 Prozent auf 1,592 Mrd. Franken. Neue Sortimente und Verbesserungen in den Kiosken unterstützten das Wachstum. In Deutschland wuchs das Geschäft am stärksten. Im deutschen Bahnhofsbuchhandel kommt Valora auf einen Marktanteil von 36 Prozent. Von den Warengruppen legten besonders Lebensmittel und Tabak zu. Wachstumstreiber bei den Nahrungsmitteln war die Einführung der «ok.»-Produktelinie. Diese Eigenmarke umfasst unterdessen 100 Produkte. Das Betriebsergebnis wuchs von 8 Millionen auf 28,3 Millionen Franken.
Die Handelsdivision entwickelte sich positiv. Die Umsätze lagen zwar mit 777,6 Millionen Fr. um 1,3 Prozent unter dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis verbesserte sich aber um 4,3 Mio. Fr. auf 22,3 Mio. Franken. Dank grosser Veränderungen nahm der Turnaround des Konzerns im 2009 Fahrt auf, bilanziert Valora. Für 2010 rechnet Valora mit «erfreulichen» Ergebnissen, das Unternehmen sei «auf Zielkurs». Die bevorstehende Fussballweltmeisterschaft in Südafrika sei vielversprechend, teilte der Konzern mit.
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine um einen auf 10 Fr. erhöhte Dividende pro Aktie. Zudem sollen die Aktionäre die statuarische Eintragsbeschränkung von 5 Prozent des Aktienkapitals abschaffen.pd/hps
Zur Übersicht