Keine Marktabschottung für Bier
Die Weko sagt, dass in der Schweiz keine Marktabschottung in der Schweiz besteht. Bierimporteure ausserhalb des Duopols Carlsberg/Heineken sind nicht einverstanden.
Bier
International schlagen sich die grossen Bierprkonzerne die Köpfe ein. Im nationalen Geschäft können sie, wenn es um die Aufteilung des Marktes geht, schon einmal gemeinsame Sache machen.
So beauftragten die zwei Brauerei-Gruppen Anheuser-Busch Inbev (Budweiser) und Grupo Modelo (Corona) die Feldschlösschen Getränke AG, die zur Carlsberg gehört, für den exklusiven Vertrieb bestimmter Biermarken in der Schweiz.
Kleinere Bierimporteure, die auch direkt bei den Brauereien einkaufen möchten, können nun aufgrund dieses Exklusivrechts von Feldschlösschen, nur noch «teureres» Bier über Händler einkaufen. Weil sich die Ausländische Bier AG aufgrund der sonst schon grossen Marktmacht von Carlsberg (Feldschlösschen) (50% im Schweizer Markt) benachteiligt fühlten, hat sie nun bei der Weko angeklopft.
Markus Rietschi von der Ausländische Biere AG sagt, dass sie im Import gleichlange Spiesse erhalten möchten und die Duopolisierung (Carlsberg/Heineken) und die Wettbewerbskommission den Schweizer Biermarkt einmal untersuchen sollte. Auch der Exklusivvertrag der Feldschlösschen mit Anheuser-Busch Inbev und Grupo Modelo sei eine vertikale Integration bis zum Brauer hinab und für Dritte unantastbar.
Diese beurteilte die Lage aber aus Sicht der Problematik der Parallelimporte. Und Anhaltspunkte, dass Parallelimporte der entsprechenden Biermarken verhindert werden, hätten sich laut Medienmitteilung der Weko in der Untersuchung nicht bestätigt.
Laut Rietschi hat aber dieser Exklusivvertrag nichts mit dem Thema Parallellimporte zu tun. Die kleine Importfirma überlegt sich nun weitere Schritte, wie sie gegen die Marktmacht der beiden Bierkonzerne vorgehen könnte und reicht den heutigen Entscheid der Weko ihren Juristen weiter. Die Sache sei aber schon jetzt für eine kleine Firma ziemlich teuer. hps
Zur Übersicht