News vom 30.06.2010

Wenn die Bündner Nusstorte Bündner Nüsse hat

Laut einer Machbarkeitsstudie von alpinavera könnten auch die Nüsse in der Bündner Nusstorte schon bald von Bündner Bäumen stammen.

ie Nüsse in den Bündner Nusstorten stammen heute grösstenteils aus den USA, Frankreich und Bulgarien. Trotzdem stammen meist mehr als 80% der Zutaten aus der Schweiz, was der Swissness-Vorlage entspricht. Andererseits ist gerade die namensgebende Zutat in der Nusstorte nicht aus der Schweiz und schon gar nicht aus Graubünden. alpinavera empfindet diese Situation als unbefriedigend. So hat sich alpinavera entschlossen anhand einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, ob es möglich ist, den Wallnussanbau in Graubünden rentabel zu betreiben.

Mit der Organisation regioViamala, deren Region sich gut für den Wallnussanbau eignet, hat alpinavera einen Partner für das Projekt gefunden. Zusammen reichten Sie 2009 den Antrag für eine Machbarkeitsstudie beim Amt für Wirtschaft und Tourismus ein, das kurz darauf einen Beitrag im Rahmen der neuen Regionalpolitik sprach. Zur Umsetzung der Studie wurden Rolf Hug vom LBBZ Plantahof und Ueli Heinrich von Bio-Grischun beigezogen. Im Juni 2009 fiel der Startschuss des Projekts, dessen Leitung bei alpinavera lag. Basis der
Studie waren eine schriftliche Erhebung bei Bündner Landwirten und bei den Verarbeitern, sprich den Bäckern, sowie Forschungsergebnisse bisheriger Arbeiten und Betriebsbesichtigungen in der Schweiz und in Frankreich.

Die Studie hat gezeigt, dass es möglich ist, den Walnussanbau und die Verarbeitung der Walnüsse rentabel zu betreiben.

Aus der Umfrage bei den Bäckereien geht hervor, dass sich ca. 80% vorstellen können, bei entsprechendem Angebot Bündner Nüsse für Nusstorten, Birnbrote und Spezialbrote zu verwenden.
Bis zum Frühling 2011 soll ein Businessplan erarbeitet werden, auf dessen Grundlage bis Herbst 2011 geprüft wird, ob die Finanzierung sicher gestellt werden kann. Wenn diese Phase erfolgreich verläuft, soll ab Herbst 2011 mit der Realisierung des Projektes begonnen werden. Ziel ist, dass ältere Bäume gepflanzt
werden können, um die Zeit bis zur ersten Ernte (Alter der Bäume zwischen 8 und 10 Jahren) zu verkürzen. In der Zwischenzeit kann die Verarbeitungsanlage gebaut und in Betrieb genommen werden. Natürlich können in der Anlage auch die Nüsse getrocknet und geknackt werden, die bereits heute für den Eigenbedarf oder die Direktvermarktung geerntet werden. pd/hps



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