News vom 23.07.2010

BAG warnt vor zwei Pinienkern-Arten

Der Verzehr von Pinien- oder Zedernkernen kann nach einigen Tagen einen bitteren Geschmack im Mund nach sich ziehen. In verschiedenen Ländern gingen deswegen Meldungen bei den Gesundheitsbehörden ein – darunter in der Schweiz.

Die Ursache dieser Geschmacksstörung blieb lange unklar. Die norwegische Lebensmittelsicherheitsbehörde (Mattilsynet) geht davon aus, dass die beiden Pinienarten Pinus armandii und Pinus massoniana dafür verantwortlich sein könnten. Die Kerne dieser Pinienarten werden teilweise auch als «Zedernkerne» verkauft.

Sie werden ausschliesslich in China angebaut. Über Pinienkerne aus Italien oder der Türkei, die üblicherweise in der Schweiz angeboten werden, hätte es bisher keine Beschwerden gegeben, lässt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verlauten.

Die Kerne der betroffenen chinesischen Pinienarten sind kürzer und dicker als Pinienkerne aus Italien oder der Türkei. Die verschiedenen Pinus- Arten können analytisch unterschieden werden, auch P. armandii und P. massoniana lassen sich identifizieren.

Die Weltlandwirtschaftsbehörde FAO führt eine Liste mit essbaren Pinienkernenarten. Darin sind weder Pinus armandii noch Pinus massoniana aufgeführt.

Das BAG geht aufgrund der vorliegenden Informationen davon aus, dass die beiden chinesischen Pinienarten nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind und eine gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann.

Deshalb werden Händler und Verarbeiter aufgefordert, der Pflicht der Selbstkontrolle nachzukommen und nur für den menschlichen Konsum geeignete Pinienkerne in Verkehr zu bringen. mig



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