News vom 03.08.2010

Wo die globale Ernte gesichert ist

Mitten im Permafrost der Arktis steht eine Samenbank, die das Erbgut unserer Ernte, auch für künftige Generationen sichern soll. Sehen Sie sich den Trailer zum Film an.

Im norwegischen Svalbard, 1000 Kilometer vom Nordpol entfernt, wurde MItte Juli mit viel politischer Prominenz die Einweihung eines Bunkers gefeiert. Es soll das angeblich sicherste Gebäude dieser Art auf der Wel sein. Gefeit gegen Naturkatastrophen, Klimaveränderungen und selbst Nuklearkriege sollen hier bald drei Millionen in Folie gewickelte Samenproben aus aller Welt lagern und das Weiterbestehen der Artenvielfalt gewährleisten.

Doch ist der Traum der globalen Nahrungsmittelsicherheit eine blosse Utopie?; fragen sich die Filmemacher. Denn bis 2050 werden die Temperaturen voraussichtlich weltweit um mindestens 2 Grad steigen. Dies führt zu riesigen Einbussen bei der gesamten Nahrungsmittelproduktion - mancherorts
bis zu 30 Prozent. Bis dahin wird sich der globale Nahrungsbedarf verdoppelt haben. Wie also soll die Weltbevölkerung ernährt werden?



Im von Dürre geplagten Kenia lernen wir Zachary Muthamia kennen, den Direktor der nationalen Genbank. Er setzt die wenigen ihm zur Verfügung stehenden Mittel dazu ein, die Biodiversität seines Landes zu sichern und Kopien von Kenias einzigartigem pflanzlichen Erbgut für den Transport nach Norwegen vorzubereiten, bevor seine Energie fressenden Generatoren endgültig stehen bleiben. Und in Nairobi treffen wir auf Marianne Bänziger, die weltweit führende Mais-Expertin. Sie will sich dieselbe Biodiversität zu Nutze machen, um nicht-genmodifiziertes Saatgut zu entwicklen, das einen 20 bis 30 Prozent höheren Ernteertrag liefert als die heutigen Samen und der Dürre trotzen kann. Doch die Zeit wird knapp. pd/hps



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